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Anti-Tipps für Eltern

Claire Oberwinter von zweieiig startet gerade eine Antitpps für Eltern Blogparade: Ich musste spontan einstimmen, auch wenn es kein direktes Neurothema ist. Eine tolle Idee, ich habe sehr gelacht.... . Hier mein kleiner Beitrag:

Die "guten" Tipps zum perfekten Still-Timing für Mama und Kind:

Meist wird von Müttern und Ratgebern aller Art untermauert von zahlreichen Studien darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, die ersten vier bis sechs Monate (voll) zu stillen. Implizit wird das anfängliche Vollstillen nahezu verlangt. Die gleichen Personen, die diese Mindeststillanforderung anderen empfehlen, schauen aber auch gleichzeitig komisch, wenn mit sieben Monaten iiiiiimmmernoch teilgestillt wird. Die Maximalstillforderung beträgt ca. 7,5 Monate.

¨Was, Du stillst immernoch? Wie lange willst Du das denn noch machen?¨

Verlangt wird das volle Stillen also bis das Kind fünf Monate alt ist und dann soll abrupt komplett abgestillt werden, möglichst bis Ende des sechsten Monats. Für beide Seiten, Kind und Mutter, entspannt und ohne Stress... . Die Nachsorgehebamme wird kontaktiert, Globulis und Abstilltees ausprobiert, Pumpen oder Ausstreichaktionen mit einem kleinen schreienden Häuflein Elend neben sich. Handhabt eine Mutter dies vernünftigerweise anders, kann sie sich Kommentare wie

¨Naja, bis zum Abitur hast Du dann ja abgestillt.¨

anhören. Ich stimme mal an dieser Stelle mit ein: hahahaha.

¨Da hat er/sie ja eine tolle Milchbar!¨

 hahahaha.  Oder aber auch:

¨Was? schon mit drei Monaten abgestillt? Dann bekommt er/sie aber keinen guten Schutz vor Allergien. Der Emil von nebenan hat jetzt Neurodermitis. Die Mutter ärgert sich jetzt so, dass sie mit vier statt mit sechs Monaten abgestillt hat....¨

Spätestens hier ist die Herausforderung für Mütter groß mit Humor zu reagieren. Aber das Thema lädt ja förmlich zu frechen Antworten ein. Vielleicht eine Idee für eine nächste Blogparade... .

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