12 Monate alte Kinder mit Detailvorliebe haben einen größeren Wortschatz mit 18 Monaten als "kategorisierende" Kinder. Sketchnote: J. Meyer Wer Kindern einen Eichelhäher zeigt, steht schnell vor der "Erklärungs-Wahl": 1) Die präzise Erklärung mit Hintergrund ohne Kategorie: "Das ist ein Eichelhäher. Der ist hier, weil hier so viele Eicheln herumliegen. Die mag der Eichelhäher so gerne." 2) Die rein kategoriesierende Erklärung: "Das ist ein Vogel. Siehst Du die Flügel? Damit kann der Vogel fliegen, so wie der Vogel dort auch." (Zeigen auf Amsel) 3) Die präzise Erklärung: "Das ist ein Eichelhäher. Danneben ist eine Amsel. Beides sind Vögel, die fliegen können." 4) Die persönliche Erklärung präzise, ggf. mit Kategorie: "Das ist ein schöner großer Vogel. Er ist ganz besonders schön mit der blauen Feder. Deine Schwester hat mal so eine blaue Feder gefunden. Schau einmal wie der Vogel hüpft. Toll oder? Das macht e...

Mir gefällt der scharfe Begriff! Im Hinblick auf Bildungsungerechtigkeit auch sehr wohl, und in diesem Fall auf den Bereich Unterrichtszeit und -form beschränkt, angemessen. Es ist ein Begriff, der zur "Diskussion zu angepassten Schulzeiten" einläd und auffordert! ...übrigens: wunderbare Grafik :)
AntwortenLöschenDanke für das klare Statement über das ich mich freue! Ich denke immer mal wieder über dieses Thema nach. Aus meiner Sicht gibt es einfache Möglichkeiten, den Schulbeginn gerechter zu gestalten. Ein flexibler Start vor einem etwas späteren Unterrichtsbeginn mit Möglichkeit zum Frühstück oder für Bewegung käme beispielsweise auch betreuungstechnisch den Eltern ggf. entgegen. Die Punktlandung gegen 8 Uhr am Schultor stresst viele. Das eigentliche Lernen startet in diesem Fall später, so dass die „Eulen-Kinder“ nicht mehr benachteiligt wären. Auch die Lehrkräfte profitieren so ggf., da die „Vorbetreuung“ nicht von den Lehrkräften selbst angeboten werden müsste. So könnten diese ggf. die eigenen Kinder in eine Betreuung (Kita, Schule) bringen und den Unterrichtsbeginn vorbereiteter und entspannter starten.
AntwortenLöschenIch finde übrigens den Begriff "Diskriminierung" sprachlich überraschend in diesem Zusamnenhang, aber vielleicht ist genau das die Chance, um auf das Thema aufmerksam zu machen :). Und je mehr ich darüber nachdenke, passt der Begriff doch irgendwie...
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