Folgen der Überbewertung des eigenen Kindes...? Wir alle loben unsere Kinder dafür, tolle Bilder zu malen, den eigenen Namen zu schreiben, den Tisch abzuräumen, ein trauriges Kind zu trösten, dem kleinen Geschwister zu helfen, die Jacke anzuziehen, "Erster" zu sein, tapfer zu sein, beim "Letzter" sein, mutig zu sein, beim ersten Kindergeburtstag... und das ist auch gut so und passiert ganz aus dem Bauch heraus. Unser Gefühl sagt uns ganz klar, "Lob baut auf", "macht stark", "muss sein" und macht Eltern und Kindern auch Spass. Aber irgendwie ist uns auch klar: "Mit Lob steuern wir unser Kind." Einem kleinen Mädchen immer wieder zu sagen, wie schön oder niedlich es ist, wird es darin bestärken, dass es auf das Schönsein und Niedlichsein ankommt. Das tun glücklicherweise die Wenigsten von uns ... oder doch etwa? Einem Mädchen immer wieder zu sagen wie klug es ist, wird es überzeugen, dass es klug ist, auch ohne etwas dafü...

Mir gefällt der scharfe Begriff! Im Hinblick auf Bildungsungerechtigkeit auch sehr wohl, und in diesem Fall auf den Bereich Unterrichtszeit und -form beschränkt, angemessen. Es ist ein Begriff, der zur "Diskussion zu angepassten Schulzeiten" einläd und auffordert! ...übrigens: wunderbare Grafik :)
AntwortenLöschenDanke für das klare Statement über das ich mich freue! Ich denke immer mal wieder über dieses Thema nach. Aus meiner Sicht gibt es einfache Möglichkeiten, den Schulbeginn gerechter zu gestalten. Ein flexibler Start vor einem etwas späteren Unterrichtsbeginn mit Möglichkeit zum Frühstück oder für Bewegung käme beispielsweise auch betreuungstechnisch den Eltern ggf. entgegen. Die Punktlandung gegen 8 Uhr am Schultor stresst viele. Das eigentliche Lernen startet in diesem Fall später, so dass die „Eulen-Kinder“ nicht mehr benachteiligt wären. Auch die Lehrkräfte profitieren so ggf., da die „Vorbetreuung“ nicht von den Lehrkräften selbst angeboten werden müsste. So könnten diese ggf. die eigenen Kinder in eine Betreuung (Kita, Schule) bringen und den Unterrichtsbeginn vorbereiteter und entspannter starten.
AntwortenLöschenIch finde übrigens den Begriff "Diskriminierung" sprachlich überraschend in diesem Zusamnenhang, aber vielleicht ist genau das die Chance, um auf das Thema aufmerksam zu machen :). Und je mehr ich darüber nachdenke, passt der Begriff doch irgendwie...
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